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Solo für Phyllis, das neue mutige Buch von Christoph Danne

Heute erscheint im Kölner Weissmann-Verlag ein neues, kleines Buch. Christoph Danne hat lange überlegt, Gespräche geführt, ob es richtig ist, dieses Manuskript zu veröffentlichen; und er hat sich letztlich dafür entschieden. Weil er glaubt (und wir vor allem hoffen), dass es einen künstlerischen Wert besitzt, der über oberflächliche Befindlichkeitslyrik hinausgeht.

In einhundert kleinen Texten, Schnipseln, Gedichten hat er die Schwangerschaft seiner Partnerin begleitet – seit dem Zeitpunkt im Spätsommer 2020, an dem sie erfuhren, dass sie ein (herz-)krankes, eventuell schwer behindertes Kind zur Welt bringen würden. Vieles geriet ins Wanken in diesen Tagen, manches zerbrach. Er schrieb Abend für Abend, Nacht für Nacht an gegen diese monströse, unbändige Furcht, barfuß in der Dunkelheit, gegen die Schlaflosigkeit, die Ohnmacht und die Gespenster. Er kämpfte um die Vorfreude, das Glück, das er bewahren wollte.

Der letzte Eintrag datiert zwei Monate nach Phyllis’ Geburt und niemand weiß, wohin diese Reise sie führen wird. Christoph Dann aber ist glücklich, dass SOLO FÜR PHYLLIS entstanden ist – ein Manifest gegen die Angst, für das Leben.

Ab heute überall im Buchhandel oder hier beim Verlag bestellbar!

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Cluj, die europäischste Stadt

Hans-Willi Hermanns schreibt in der Kölner Rundschau über das Buch „Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause / Klausenburg – Visul e casa noastră secretă“:


Cluj, die europäischste Stadt

Peter Rosenthal gibt Gedichtband über Kölns Partnerstadt in Rumänien heraus

Der Leser begegnet einem Engel, der Lippenstifte isst, jungen Leuten, die das das Sowjetregime mithilfe der Beatles und der Stones stürzen wollen. Er schaut ins Cafe Croco, wo die Bohèmiens ihren Kaffee trinken, er liest die Legende vom Hirten, der einst die Stadt vor der türkischen Besatzung rettete, versucht nachzuvollziehen, wie eine Pizza mit Gurken schmeckt oder wie man eine Skulptur aus Luft baut.
Und dann ist da noch Irina Petraș’ vergleichsweise sachliche Schilderung des Kulturlebens von Cluj, mit seinen Konzerten in der Philharmonie, den Theater- und Opernaufführungen, den Verlagen und Vorlesungen. Cluj? Nie gehört? Kein Wunder, der Name ist in Rumänien gebräuchlich, bei uns ist die Stadt nicht zuletzt dank des immer noch bemerkbaren Anteils von Siebenbürger Sachsen an der Gesamtbevölkerung eher als Klausenburg bekannt.

Unbekannte Stadt

Den meisten werden beide Namen nicht viel sagen, und das, obwohl Klausenburg eine der Partnerstädte Kölns ist. „Für die meisten hier ist Peking natürlich wesentlich interessanter“, kommentiert Peter Rosenthal lachend die Wissenslücken seiner Mitkölner.
Rosenthal ist Mitbegründer des Kölner Weissmann Verlags und hat dort unlängst als Herausgeber einen Band veröffentlicht, der sogar beide Namen auf dem Einband trägt: „Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause. Klausenburg – Visul e casa noastră secretă“. Versammelt sind darin Kurztexte oder Gedichte von 18 meist rumänischen Autoren zu den unterschiedlichsten Themen rund um die Stadt Klausenburg, auch stilistisch ist die Bandbreite enorm.
Alle Texte sind in der Originalsprache und in deutscher Übersetzung abgedruckt, die Peter Rosenthal selbst besorgt hat. Denn er verbrachte seine Kindheit in Rumänien und kam mit 13 Jahren nach Köln, wo er bis heute mit seiner Familie lebt und als Internist arbeitet.

„Wer Klausenburg malerisch findet, findet auch Köln malerisch“. „Und wer Köln malerisch findet, kann nicht malen.“

Peter Rosenthal

Mit Klausenburg verbindet den Herausgeber so viel allerdings nicht, er ist in Arad nahe der ungarischen Grenze aufgewachsen. Auch hat er Klausenburg nicht gewählt, weil es eine besonders malerische Stadt wäre: „Wer Klausenburg malerisch findet, findet auch Köln malerisch“, sagt er verschmitzt. „Und wer Köln malerisch findet, kann nicht malen.“ Es war eher der Zufall, der zu dem Buchprojekt führte: „Meine erste Buchveröffentlichung,„Entlang der Venloer Straße“, ist auch ins Rumänische übersetzt worden, deshalb war ich zu einer Lesung nach Klausenburg eingeladen.“ Als Mitglied des PEN-Zentrums für deutschsprachige Autoren im Ausland lernte Rosenthal dort durch die Vermittlung von Irina Petras Kollegen der rumänischen Schriftstellervereinigung Klausenburg kennen, die einen gemeinsamen Band über ihre Stadt vor allem als Unterstützung der Idee eines geeinten Europas befürworteten. „Es gibt ja kaum eine europäischere Stadt als Klausenburg“, sagt Rosenthal,„die Römer waren schon da, die Germanen, die Sachsen und die Ungarn.“

Klausenburg sei kein Einzelfall, dennoch habe sich das westliche Europa bislang kaum die Mühe gemacht, in einen ernsthaften politischen oder kulturellen Dialog mit den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern einzutreten. Daran ändere auch der Krieg in der Ukraine nichts, die Probleme Osteuropas würden trotz der großen Hilfsbereitschaft wohl vor allem als Bedrohung für den Wohlstand in den westlichen Ländern gesehen. „Dabei gibt es in Osteuropa so viel Potenzial“, sagt Rosenthal und schwärmt von der konsequenten Bekämpfung der Korruption in Rumänien, von der lebendigen Kulturszene und den hervorragenden Universitäten. Dennoch halte sich aufgrund der Armutsmigranten und Saisonarbeiter hierzulande das Bild eines zurückgebliebenen Landes. „Dass es dort noch kein nennenswertes Unternehmertum gibt, hat mit dem Totalitarismus der Sowjetzeit zu tun. Der hat vieles zerstört. Totalitarismus muss man erlebt haben, das ist ekelhaft, wie Ischias.“ Aber man könne sich doch selbst ein Bild machen: „Die Flugverbindungen nach Klausenburg sind sehr gut, dort kann man ein cooles Wochenende verbringen.“

Peter Rosenthal: Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause. Klausenburg – Visul e casa noastră secretă. Weissmann Verlag, 144 Seiten, 15
Euro.

Lesung in Köln: Donnerstag, 25.8., 20 Uhr, in den Balloni Hallen, Ehrenfeldgürtel 88-94. Eintritt frei.

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Faces of St. Pauli

St. Pauli: Es ist zweifelsohne ein Ort wie kein zweiter in Deutschland: der Kiez. Auf der Reeperbahn tummelt sich jedes Wochenende das feierwütige Volk aus Deutschland und ganz Europa, während nur wenige Meter weiter Menschen wohnen, ihr Kinder großziehen, Nachbarschaft pflegen und sich in von Massentourismus unberührten Kneipen die Köpfe heiß reden.

Paulianer:innen lieben ihren FC St.Pauli, den Nachtmarkt auf dem Spielbudenplatz, die Nähe zueinander und die Freiheit, so zu leben wie sie es sich wünschen. Es ist eine Gemeinschaft, die niemanden fallen lässt. Nicht die Wohnungslosen, die sich zu Corona auf einmal mit leeren Bechern wiederfanden, nicht ihre Künstler:innen und Gastronomie ohne Publikum und Gäste. Zusammenhalt, Solidarität, Toleranz, das zeichnet die Menschen hier, in diesem kleinen glitzernden gallischen Dorf, aus.

Aber der Stadtteil ist auch verletzlich. Kommerz und Einheitsgastronomie versuchen an den Grundfesten zu rütteln. Stand heute hält das Bollwerk aus Diversität, Stolz und Sturheit den Angriffen Stand. Andreas Muhme möchte, dass dies so bleibt und mit dem Foto-Bildband zeigen, wie hoch der Preis wäre, wenn wir den Kiez, so wie er ist, verlieren.

Faces of St. Pauli zeigt Portraits von Menschen die hier leben oder arbeiten und mit ihrem Dasein den Stadtteil prägen. Es sind Künstler:innen, Gastronom:innen, Sozialarbeitende, politisch Engagierte, Wütende, Traurige, Hoffnungsvolle, Paradiesvögel und Gestrandete.

Mein Lebensgefühl, meine Vita, mein St. Pauli: Jedes Face füllt eine Doppelseite des Bildbands. In jeweils zwei Schwarz-Weiß-Portraits, einem verdecktem sowie einem klaren, visualisiert Andreas Muhme das Lebensgefühl, den unverwechselbaren Kern seines Models. Betrachtende lernen die Paulianerin, den Paulianer über ihre Kurzvita kennen und erfahren, was Leben auf dem Kiez für sie ausmacht. Schon die mit Herzblut verfasste Einleitung der Autorin Simone Buchholz bringt auf den Punkt, worum es geht: „St. Pauli ist schuld, dass ich so aussehe.“

Dieses Buch ist für alle, die ihr Herz am Hamburger Hafen verloren haben oder zumindest auf dem besten Weg dorthin sind. Es hat 252 Seiten, 240 SW Fotos und tolle Texte von Jan Freitag sowie ein Vorwort von Simone Buchholz und kann gleich hier für 39,00 € erworben werden.

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Von Eve Champagne bis Günter Zint – markante Kiezgesichter (Hamburger Abendblatt)

Foto: Andreas Muhme

https://www.abendblatt.de/kultur-live/article236145479/faces-of-st-pauli-bildband-eve-champagne-bis-guenter-zint-jones-kalle-schwensen-markante-kiez-gesichter.html

Das Hamburger Abendblatt schreibt über das neue Fotobuch von Andreas Muhme „Faces of St. Pauli“:

Andreas Muhmes neuer Fotobildband „Faces of St. Pauli“ porträtiert 120 Persönlichkeiten gleich doppelt.

Hamburg.  St. Pauli hat viele Gesichter. Die Rede ist hier weniger vom einst als „magisch“ besungenen FC – obwohl dieser in Andreas Muhmes Buch auch Erwähnung findet. In seinem Werk „Faces of St. Pauli“ geht es primär um den Stadtteil und die Menschen, die ihn prägen und von ihm geprägt wurden. 2019 hatte Muhme begonnen, Frauen und Männer, Prominente und weniger Prominente seiner „Herzensheimat“ zu porträtieren; nach zwei Ausstellungen sieht er seinen Fotobildband als nächsten „folgerichtigen Schritt“.

In seinem Buch überwindet der Hamburger Fotograf auf 252 Seiten bewusst Milieugrenzen. Allen der fürs Buch berücksichtigten 120 Persönlichkeiten gibt er jeweils zwei Seiten Raum für ein Doppelporträt. Die Fotos sind schwarz-weiß und mit Ringblitz aufgenommen. Sie kennen keine Weichzeichner und keine Makulatur, weil auch der Stadtteil ohne auskomme, meint Muhme. Der Fotograf zeigt die Ausgewählten verdeckt und unverdeckt, liefert jeweils eine Erklärung und hat den Fotos persönliche Statements beigefügt, die für sich sprechen.

„Faces of St. Pauli“: Bildband mit jungen und alten Kiez-Größen

„Lieber queer leben auf St. Pauli, als quer denken unter Idioten“, sagt etwa Sänger, Autor, und Theaterregisseur Schorsch Kamerun, der sich mit Stofftier als Zweitbild hat ablichten lassen. Auch ein visuelles Statement wider Kommerz, Massentourismus und Einheitsgastronomie. Dennoch weiß auch Burlesque-Rockstar Eve Champagne, die sich im zweiten Bild hinter einer venezianischen Maske verbirgt: „St. Pauli ist Großstadt-Serengeti für viele Paradiesvögel.“ Seine Pilotenbrille gegen die Maske tauscht sogar die frühere Kiez-Größe „Kalle“ Schwensen, und wenn der Club-Betreiber konstatiert „St. Pauli ist Hamburgs Herzschlag“ lässt sich kaum widersprechen.

Kiez-Dauerpräsente wie Olivia Jones und Corny Littmann fehlen in „Faces of St. Pauli“ ebenso wenig, jedoch hat Muhme auch junge und alteingesessene Kneipenwirte, Sozialarbeiter und Gestrandete, Alt- und Neo-Punks im Auge behalten. Sie stehen für Diversität, Stolz und Sturheit, aber auch die Verwundbarkeit St. Paulis.

Andreas Muhme möchte zeigen, wie hoch der Preis wäre, wenn Hamburg den Kiez, so wie er ist, verlöre. Der im Buch ebenfalls doppelt verewigte Günter Zint, Gründer des St. Pauli Museums und fotografisches Kiez-Gedächtnis, macht ihm mit seinem Statement ein großes Kompliment: „Lieber von Muhme fotografiert, als vom Leben gezeichnet.“

Das Buch kann in jeder Buchhandlung oder sofort hier im Onlineshop erworben werden.

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Orfila Bardesio – Gedichte / Poemas

Der Weissmann Verlag bringt als Wiederveröffentlichung eine Gedichtsammlung von Orfila Bardesio heraus. Der Gedichtband ist zweisprachig in spanisch und deutsch abgedruckt. Ins Deutsche wurden die Gedichte von Simone Tillmann und Peter Rosenthal. Orfila Bardesio (1922–2009) nahm als Dichterin prägenden Einfluss auf die Literatur Uruguays. Ihre Poesie fand jedoch auch über die Grenzen des Landes hinweg Beachtung und Anerkennung, unter anderem durch Jorge Luis Borges, Julio Cortázar und Jules Supervielle. Mit Letzterem verband Orfila Bardesio eine langjährige Brieffreundschaft.

Innerhalb der Literatur der vielgerühmten Generación del 45 stellt die Lyrik Orfila Bardesios etwas ganz Eigenes dar. Abseits literarischer Moden erschuf sie eine „unzeitgemäße“ Lyrik, die den Leser mit der zeitlosen Schönheit einer Sprache, die zwischen opulenten Bildwelten und nahezu kindlicher Einfachheit oszilliert, berührt.

Für diesen Band wurde eine Auswahl ihrer Gedichte erstmals ins Deutsche übertragen. Diese umfassen Bardesios poetisches Schaffen von 1946, dem Jahr, in dem ihr dritter Gedichtband Poema / Gedicht erscheint, bis zu ihrer letzten Veröffentlichung La Canción de la Tierra / Das Lied der Erde (2009).

Der Band kostet €13,50 hat 92 Seiten und versammelt 20 Gedichte / Poemas sowie ein Nachwort von Simone Tillmann und kann auch gleich hier bestellt werden.

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Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause   Klausenburg – Visul e casa noastră secretă

Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause   Klausenburg – Visul e casa noastră secretă – ISBN 978-3-949168-03-1

„Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause  / Klausenburg – Visul e casa noastră secretă“ ist eine rumänisch-deutsche Text Auslese der Partnerstadt von Köln: Cluj/Klausenburg.

Der Weissmann Verlag hat gemeinsam mit der rumänischen Schriftstellervereinigung Klausenburg ein literarisches und zugleich städtepartnerschaftliches Projekt verwirklicht. Klausenburger Schriftsteller haben mit ihren deutschen Kollegen diese Sammlung zusammengestellt, die – hier wie dort – den gemeinsamen europäischen Traum erzählen. Ein Traum, der wie auf einem Spaziergang durch die rumänische Stadt, ein „zu Hause“ sucht und findet.
 
Gemeinsam mit der rumänischen Schriftstellervereinigung Klausenburg hat der Kölner Weissmann Verlag mit „Cluj – Der Traum ist unser geheimes Zuhause  / Klausenburg – Visul e casa noastră secretă“ ein literarisches und städtepartnerschaftliches Projekt verwirklicht. Klausenburger Schriftsteller haben mit ihren deutschen Kollegen diese Sammlung zusammengestellt, welche – hier wie dort – von einen gemeinsamen europäischen Traum handelt. Ein Traum, in dem man wie auf einem Spaziergang durch die rumänische Stadt ein „zu Hause“ suchen und finden kann:
Sânziana Batişte wird gleich zu Beginn, sich noch in einem Fahrzeug befindend, den Handschuh in den Ring werfen. Claudiu Groza wird als nächster morgens zwischen 4 und 6 Uhr nach einer durchzechten Klausenburger Nacht einsteigen. Wenn danach Unklarheiten aufkommen sollten, werden sie von Eugen Cojocaru sicherlich geklärt, auch was es mit dem „eigelben Kanarienvogel mit weichen Federn und Tintenaugen“ auf sich hat.

Dann aber ist Zeit für ein Glas „Wasser aus Cluj“ mit Ion-Pavel Azap. Wenn Hunger aufkommt, werden wir auf das Herkömmliche, wie zum Beispiel die Klausenburger Krautfleckerl (Varză de Cluj) verzichten und werden einen postdadaistischen Imbiss nehmen, serviert von Victor Ţarină (natürlich nachdem wir mit ihm auch die Angel ausgefahren haben). Doina Cetea begleitet uns entlang der „Langen Straße“ mit einer 4/4 Postkarte als Reiseführerin, um in der „Mitte“ anzukommen, wo Irina Petraş zwei Hälften des eigenen Lebens zu einem Ganzen fügt – es hätte auch unseres sein können.

„Diese Stadt kann ich nicht mehr verlassen, obwohl es mir klar geworden ist, dass ihr etwas fehlt. Im Übrigen bin ich auch nicht das geworden, was ich mir gewünscht hatte, ich bin nur nahe drangeblieben.“

heißt es dann in Alexandru Vlads „Die Stadt aus meiner Sicht“. Anschließend begeben wir uns mit Andrea Ghiță in die Donath Straße und besorgen uns gemeinsam mit ihr einen schönen Strauß blühenden Flieder.

Das Hardcover fadengeheftete gebundene Buch hat 144 Seiten ist durchgehen zweisprachig deutsch-rumänisch und ist mit stimmungsvollen Schwarz-Weiss Fotografien aus Cluj-Napoca illustriert.


Auf diese Weise gestärkt und vorbereitet geht es zunächst hinauf zur kleinen Burg, wo uns der Dichter Imre József Balász, eine Skulptur in die Luft schnitzt und dann werfen wir unseren Blick in, lassen es aufleuchten mit und von Ion Mureșan:

„Und ich denke, nach und nach dem Weg der Kerzen folgend wird der kleine Friedhof meines Dorfes eine Reise um die Erdkugel gemacht haben und eines Tages, vielleicht in tausend Jahren, werden die Kerzen gleich den Schiffen Magellans, dahin zurückkommen, von wo sie einst in die Ferne gesegelt sind.“


Schließlich begeben wir uns in die Hände der Arztkollegen Andrei Schwartz, Filippo Modica und Severin Maier Hasselmann, die uns in nostalgischen Rückblicken erklären, wie es ist, in Klausenburg geboren zu sein und später die Stadt verließ, oder wie es ist, als Fremder sich dort zum Studium einzufinden. Bevor zum Schluss Peter Rosenthal noch einmal das Wort ergreifen wird, führt uns Marcus Bauer (der eigentlich in Berlin zu Hause ist) durch das postmoderne Mărăști. Und, wie so häufig, hätten wir fast vergessen noch eine Postkarte zu senden, von da nach dort: Damit grüßt uns schließlich Vasile Gogea.

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Draussenseiter – Das Kölner Straßenmagazin

Der Fotoband des Kölner Fotografen Stefan Flach ist entstanden im Sommer 2020 auf Mallorca, am berühmten Strandabschnitt an der Playa de Palma – besser bekannt als „Ballermann“. Er reiste dorthin mit der Idee, den verlassenen Ballermann in der Pandemie einzufangen. Ähnliche Projekte mit geschlossenen Freizeitparks hatten ihn auf die Idee gebracht. Nicht ganz klar war, ob er überhaupt dorthin reisen durfte, doch dann hat es spontan geklappt. Denkt man bei Ballermann als erstes an die kontroverse deutsche Feierkultur, zeigen diese Fotos genau das Gegenteil: Eine leere Promenade und nüchterne Kneipenfassaden, soo wie es sich der ein oder andere Einheimische wünschen würde, ohne betrunkene Touristen*innen und deren Hinterlassenschaften (der Putzeimer mit Sangria ist mittlerweile nicht mehr erlaubt).

Stefan Flach ist bei Recherchen für sein Buch auf das Paar Annette und André Engelhardt gestoßen. Die Engelhardts haben sich den Begriff „Ballermann“ rechtzeitig schützen lassen und sind damit reich geworden. Jeder Gastwirt, der eine Ballermann-Party veranstalten möchte, muss die beiden um Erlaubnis fragen und Lizenzen bezahlen. Sie kommen im Buch genauso ehrlich zu Wort wie mallorquinische Angestellte im Tourismus, die eine negative Meinung zum Sauftourismus haben. André Engelhardt sagt im Buch: „Der Ballermann ist kein Ort. Er ist vor allem eine Marke und ein Lebensgefühl für eine Gemeinschaft die gerne zusammen feiert.“ Man kann dieses Gefühl auch in einer Kneipe in Köln erleben, wenn man will.

So erfährt man auch, wie der FC Merowinger 1972 erstmals als Thekenmannschaft an die Playa de Palma reiste. Weil das damals schon billiger war als ein Urlaub in Westdeutschland. Im Handgepäck die Kölsch-Fässer und Töpfe voller Gulasch, weil se der spanischen Küche misstrauten. Und da ein Kölner auch in fremden Ländern stets zeigen muss, dass er ein Kölner ist, kamen auch die Karnevalskostüme am Strand zum Einsatz.

Die 37 farbigen, anschaulich schlichten Fotos zeigen die Touristenhochburg ohne Leuchtreklame und Partys um 5 Uhr 30. Nur leer Straßen, verrammelte Eingänge und verwaiste Plätze. Absperrgitter ohne Schlangen. Der Bierkönig unscheinbar wie eine Lagerhalle (auf dem Cover). Tristesse weit und breit, wo doch sonst gerne gefeiert wird.

Keine Cordula Grün und keine zehn nackten Frisösen weit und breit. Nicht mal eine.

Auch der Kölner Fotograf Chargesheimer zeigte schon in seinem Buch „Köln5Uhr30“ das menschenleere Köln und das nackte Bild einer Stadt, die ohne deren Menschen schön hässlich und einsam wirkt. Diese Parallele ist natürlich beabsichtigt.

Flach schreibt in seinem Buch: „Ohne die vielen Menschen wirkt der Ort grotesk, auf eine brutale Art entzaubert, enttarnt als billige Fassade.“ Derart stillgelegt, strahlt der Ballermann tatsächlich nur Schäbigkeit und Tristesse aus. Nichts, was sich für die Bewohner*innen von S’Arenal zurückerobern lohnte. Auch kein Ort, der besonders reizvoll ist, wenn man ihn für sich ganz alleine hat. Eine Geisterstadt, ganz ohne Geheimnisse.

Ein schönes Fotobuch, ansprechend gestaltet, Fotos einheitlich farbig, mit vielen interessanten Texten, Gedanken und Infos. Für jeden*jede der*die schon mal dort war oder mal wieder hin möchte, ein Muss – aber ihr solltet vielleicht besser erst nach der Pandemie wieder dort hinfliegen. Die Autorin war selber schon mal am Ballermann und hat es dort auch zu normalen Zeiten sehr irritierend gefunden. Gut, dass diese schöne Insel noch sehr viel mehr zu bieten hat!

Anemone Träger

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Weder Literatur noch Medizin können das Wohnungsproblem lösen.

„Ich wohne in einer schönen Wohnung – sie gehört mir. Früher habe ich auch in einer schönen Wohnung gewohnt – sie gehörte der Rumänischen Sozialistischen Republik. Vor einigen Wochen hatte ich ein Obdachlosenheim besucht, um mit zwei ehemaligen rumänischen Mitbürgern ein Interview über ihre Situation zu machen. Aus dem Interview wurde ein Essay, weil ich mich nicht an die Zwiespältigkeit ihrer Situation herantraute. Im Weissmann Verlag erschien dieses Essay in dem Buch „RatSchläge“, welches sich mit der Situation von Menschen befasst, die kein Zuhause haben.

In einer Zeit in der Wohnraum ein hart umkämpftes Spekulationsobjekt ist, halte ich jede Form der Hin- und Zuwendung an die Opfer dieses Verdrängungsprozesses für unerlässlich (selbstverständlich auch das Impfen gegen COVID). Weder Literatur noch Medizin können das Wohnungsproblem lösen, dies bleibt Aufgabe der Politik, welche z.B. im Rat entscheiden kann, wie man unseren Buchtitel „RatSchläge“ zu verstehen hat. Als Autor, kann ich auf diese Probleme lediglich aufmerksam machen und als Arzt nur mildern.“

Peter Rosenthal

https://www.ksta.de/koeln/aktion-in-skm-einrichtung-stadt-koeln-impft-wohnungslose-menschen-in-merheim-38378966

Aktion in SKM-Einrichtung Stadt Köln impft wohnungslose Menschen in Merheim

Als Impfarzt Peter Rosenthal in die Einrichtung für Wohnungslose an der Ostmerheimer Straße 220 angekommen ist, bildet sich eine kleine Schlange von Menschen. Etwa ein Dutzend Obdachloser hat sich eingefunden, um eine Spritze mit dem Impfstoff gegen Corona zu erhalten. „Mit der Spritze haben wir endlich wieder die Chance auf mehr Freiheit“, sagt einer aus der Schlange. „Wir sind wieder näher dran an der Normalität.“

Mobile Teams und Schwerpunktaktionen

Seit der vergangenen Woche impft die Stadt wohnungslose Menschen. Mobile Teams haben Menschen in Wohngruppen aufgesucht, dazu gibt es auch Schwerpunktaktionen an Orten der Kontakt- und Beratungshilfe für Obdachlose. Für die Impfaktion am Dienstag ist der Ehrenfelder Hausarzt Rosenthal in die Einrichtung des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) an der Ostmerheimer Straße 220 gekommen, die seit ein paar Monaten im Rahmen der Winterhilfe wohnungslosen Menschen ein Dach über dem Kopf, Beratungen, soziale Kontakte, etwas zu essen und vieles mehr bietet. Weitere Aktionen sollen in den kommenden Tagen folgen.

Geimpft wurde zum Beispiel Christian Dahmen (57). Der gebürtige Berliner war einst Buchhalter und hatte BWL studiert. Vor 15 Jahren wanderte er nach Kanada aus und hat sich dort durchgeschlagen. War zum Beispiel am Schalter einer Fluggesellschaft tätig und hat in einer Galerie gearbeitet. „Die Löhne waren nicht toll, ich war unzufrieden“, sagt er. Mitten in der Corona-Pandemie hatte er genug Geld, um nach Europa zurückzuehren, war in Italien, dann in Bayern, bevor er nach Köln gekommen ist. Ein paar Tage hat er im Annohaus an der Severinstraße gelebt, ein paar Tage in einem Hotel, schließlich kam er in die Merheimer Einrichtung. Auf die Impfung hat er sich gefreut, er möchte mal wieder Essen gehen oder ausgehen. All das könnte möglich sein, denn nun habe er Job und Wohnung in Aussicht.

Sein Zimmer in der SKM-Einrichtung teilt er mit Burkhard Künne (57), den es aus Helmstedt nach Köln verschlagen hat. Künne verlor Frau und Arbeit, und hat sich gefragt, was ihn noch in Helmstedt halte. „Ich habe mich dann auf Achse gemacht“, sagt er. Ein paar Monate war er unterwegs, ist mit dem Zug aufs Geratewohl nach Herne gefahren, landete im März 2021 in der Kölner Bahnhofsmission jn anschließend in Merheim. Auch er hat einen Job in Aussicht: Wenn alles gut geht, kann er in Kürze in einer Sicherheitsfirma anfangen.

Pandemie für Wohnungslose besonders gefährlich

Rainer Best, SKM-Fachbereichsleiter für Notunterkünfte, begrüßt die neue Impfkampagne. Wohnungslose Menschen seien in der Pandemie besonderen Gefahren ausgesetzt, sagt er. „Das Leben auf der Straße hat viele Risiken. Viele der Menschen sind vorzeitig gealtert.“ Viele seien zudem chronisch krank, manche tränken viel Alkohol oder nähmen Drogen, ergänzt Einrichtungsleiter Dietmar Beauvisage. Die Pandemie habe es den wohnungslosen noch schwerer als sonst gemacht, über die Runden zu kommen. Weil während des Lockdowns weniger Menschen als üblich unterwegs seien, hätten Wohnungslose weniger Geld durch Betteln oder Flaschen sammeln. Selbst eine Toilette zu finden sei ein Problem, weil die Restaurants derzeit geschlossen haben.

Laut Stadt wurden seit dem 5. Mai insgesamt 539 wohnungslose Menschen geimpft. Die Kommune setzt bei den Impfaktionen auf Präparate des Herstellers Johnson & Johnson. Für eine Immunisierung reicht anders als bei anderen Herstellern eine einzige Spritze. Dies sei ein entscheidender Vorteil bei einer Klientel, bei der man nicht genau wissen, ob man sie zu einem zweiten Termin antreffe, so ein Stadtsprecher. Etwa 6000 wohnungslose Menschen gibt es nach Angaben der Stadt in Köln. Laut Schätzungen leben etwa 300 von ihnen auf der Straße, der Rest schläft bei Freunden oder in städtischen Notunterkünften.

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Von der Ästhetik der Leere

Mallorca Zeitung – Nr. 1.093 – 15. April 2021

Ein deutscher Urlauber besuchte ausgerechnet im Juli 2020, mitten in der Pandemie, zum ersten Mal den Ballermann. Seine Eindrücke hat der Grafik Designer nun in einem Bildband dokumentiert, der Zeitzeugnis sein soll.

Was er den Leuten mit den Bildern vom schlafenden Ballermann zeigen wolle – die seien doch total trist, das wolle bestimmt niemand sehen, musste sich Stefan Flach immer wieder anhören. Doch davon ließ er sich nicht abhalten. Der 55-jährige Grafikdesigner hatte aus­gerechnet im Sommer 2020, mitten in der ­Pandemie, zum ersten Mal die Partymeile besucht. Zu sehen bekam er freilich keine Party: Statt Menschen, die auf Tischen tanzend Schlager mitgrölen, Sangria in sich ­hineinfließen lassen oder mit Sonnenbrand ihren Rausch am Strand ausschlafen, fand er menschenleere Strände, verrammelte Fenster und verriegelte Gitter vor Lokalen vor. Die ­Partymeile war komplett trockengelegt.

Seinen frühmorgendlichen Streifzug an der Playa dokumentierte der Urlauber mit reichlich Fotos. 37 davon hat er nun in seinem Bildband „Ballermann 5 Uhr 30″ veröffentlicht. „Ich hatte bis dahin nur den Mythos im Kopf. Dass ich schon einen Tag vor meiner ­Familie auf der Insel war, wollte ich ausnutzen, um den Ballermann so kennenzulernen, wie es ihn womöglich erst einmal nicht mehr ­geben wird”, schildert Flach am Telefon. Die ­Situation sei unwirklich gewesen. „Dort, wo ­eigentlich das Leben tobt, war auf einmal nichts mehr. Stille. Kein Mensch auf der ­Straße. Alles hatte zu”, so der Deutsche.

In der Leere der aufgenommenen Lokale sah er aller Tristesse zum Trotz auch eine gewisse Ästhetik: „Es sind Räume, die sich um Menschen drehen, nur für sie gebaut wurden. Und genau die sind plötzlich nicht mehr da. Das ist ein verwirrendes Bild, eines, das man nicht sofort versteht. Wohl aber denkt man ,Hier ist etwas passiert'”, so Flach.
Dass die Fotos vor allem regelmäßige Feier-Touristen wehmütig stimmen dürften, dessen ist sich der Grafikdesigner bewusst. „Ich rechne auch nicht damit, dass demnächst der Aufkleber ,Spiegel-Bestseller’ das Cover zieren wird. Es ist klar, dass es kein Buch ist, das die breite Masse interessiert”, meint Flach. Vielmehr sei sein Projekt ein Zeitzeugnis, ein ­Geschenk für die Daheimgebliebenen, aber auch ein Angebot, mit dem Mythos aufzuräumen und die Perspektive zu wechseln. Das Buch solle zum Nachdenken anregen.

Dazu trägt auch der Text bei: Neben den Bildern stehen Zeilen aus Ballermann-Schlagern, Zitate aus Zeitungsartikeln, aber auch Kommentare von Menschen, die über die Arbeit an der Partymeile klagen, sowie Google-Rezensionen über die abgebildeten Lokale.

Simone Werner

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Dunkle Prophezeiung der Süddeutschen Zeitung

Stefan Fischer titelt in seinem Bericht über unser Buch „Ballermann5Uhr30“ eine unheimliche Prophezeiung: „Der Zapfhahn bleibt zu”

31. März 2021, Reisebuch zu Mallorca

Der Zapfhahn bleibt zu

“Hier ist der Himmel auf Erden, das letzte Paradies”, singt Jürgen Drews in seinem Party-Heuler “König von Mallorca”. In dem Mitgröl-Schlager huldigt er dem Ballermann, die Straßen dort mit all ihren Diskotheken, Kneipen, Biergärten, Wurstbuden und Tabledancebars nennt er schick und ein Zuhause. Als Motto gibt Drews aus: “Party feiern bis zum Morgen.”
Ein paar Straßenzüge in S’Arenal rund um die sogenannte Bier- und die Schinkenstraße, mit einem Streifen Strand davor, sind der Inbegriff der hemmungslosen Feierwut deutscher Urlauber. Bis vor einem Jahr galt: Der Ballermann ruht nie. Wenn die Party vorüber ist, sind die Hinterlassenschaften der Nacht unübersehbar: Betrunkene torkeln durch die morgendlichen Straßen oder schlafen am Strand ihre Räusche aus, inmitten des Mülls, den sie selbst produziert haben. Irgendwann wird dann aufgeräumt, und es geht von vorne los.
Diese Art des Tourismus hat viele Gegner auf der Insel. Der Fotograf Stefan Flach zitiert in seinem Band “Ballermann 5 Uhr 30” deshalb nicht nur Jürgen Drews und andere Party-Profiteure, sondern auch Gegenstimmen wie die des balearischen Tourismusministers Iago Negueruela: “Wir wollen diese asozialen Touristen hier nicht haben. Sie sollen nicht kommen.” Biel Barceló von der Bürgerinitiative Ciutat de s’Arenal pflichtet dem Politiker bei: Die Exzesse des Sauftourismus seien längst inakzeptabel, und man verstehe sich auch nicht als Freizeitpark für ausländische Touristen.

Durch die Pandemie hat die Party nun tatsächlich ein zumindest vorübergehendes Ende gefunden. Stefan Flach ist deshalb im vergangenen Juli nach Mallorca gereist, mitten in der eigentlichen Hauptsaison, und hat am Ballermann fotografiert, was es dort gemäß der Definition der vielen Ballermann-Fans gar nicht geben darf: Ruhe, Leere, Stillstand.

Flach hat für seine Aufnahmen die frühen Morgenstunden gewählt, wenn die Sonne zwar bereits aufgegangen ist, sich aber noch keine Passanten durch die Straßen bewegen. Er wollte die absolute Leere, das maximale Gegenteil der eigentlichen Bestimmung dieses Ortes, der vor allem ein Zustand ist, wie Flach in seinem Vorwort schreibt. Nicht einmal einen streunenden Hund sieht man auf den Bildern. Lediglich am Strand staksen ein paar Tauben und Möwen durch den Sand.

Stattdessen hat Stefan Flach verrammelte Türen, hochgestellte Stühle und heruntergelassene Rollgitter aufgenommen. Vor der Terrasse des Bierkönig-Bierhauses ist ein Maschendrahtzaun gespannt, der Bierkönig selbst sieht aus wie eine Lagerhalle. Keine Neonröhre blinkt, um für Sangria, Döner oder Oben-ohne-Bedienungen zu werben.
“Ohne die vielen Menschen wirkt der Ort grotesk, auf eine brutale Art entzaubert, enttarnt als billige Fassade”, schreibt Flach. Derart stillgelegt, strahlt der Ballermann tatsächlich nur Schäbigkeit und Tristesse aus. Nichts, was sich für die Bewohner von S’Arenal zurückzuerobern lohnte. Auch kein Ort, der besonders reizvoll wird, wenn man ihn für sich allein hat. Eine Geisterstadt, ganz ohne Geheimnisse.

Stefan Flach: Ballermann 5 Uhr 30. Weissmann Verlag, Köln 2020. 104 Seiten, 17,95 Euro.